Ein Hund in der Grundschule Campe

Das bin ich!

Hallo,

ich bin Lenny. Ich besuche seit Beginn des Schuljahres 2020/2021 die Grundschule Campe. Natürlich immer zusammen mit meinem Frauchen Frau Furche (Konrektorin/Klassenlehrerin). Wegen mir gibt es nun auch eine richtige Hundeklasse.

Nun zu mir:

Ich bin ein Magyar Vizsla Rüde und am 30.04.2020 geboren. In meinen ersten Lebenswochen bin ich im Landkreis Uelzen aufgewachsen und komme von der Zucht „Magyar Vizsla von der Woltersburg“. Nun lebe ich mit meiner Hundemama und meinem Hundepapa in einem Haus mit großem Garten in Stade.

Was mein Frauchen über mich sagt? Ich bin sehr freundlich zu Kindern und Erwachsenen, sehr anhänglich, bin wissbegierig und lerne schnell und mag gern Körperkontakt. Auch laute Geräusche machen mir überhaupt nichts aus. Gemeinsam mit meinem Frauchen besuche ich regelmäßig die Hundeschule, longiere und bin in einer Mantrailing-Gruppe. Seit Mai 2021 macht mein Frauchen mit mir sogar eine richtige Besuchs- und Therapiebegleithundeausbildung bei den „Helfenden Tieren – Tiergestützte Therapie und Pädagogik“. Danach dürfen wir uns dann „Schulbegleithunde-Team“ nennen. Das finde ich natürlich richtig gut!

Zu meinen Aufgaben:

Da ich ja noch ein junger Hund bin, muss ich den Schulalltag erst behutsam kennenlernen. Ich bin zum Schuljahr 2021/2022 zunächst nur in meiner Hundeklasse tätig. Geplant ist auch ein Ganztagsangebot zum „Hundeführerschein“.

Warum ich eigentlich mit in die Schule gehe?

Meine Hundemama hat in vielen Büchern gelesen, dass Hunde im Schulalltag viele positive Wirkungen auf Kinder haben, zum Beispiel:

  • Verbesserung des Lern- und Klassenklimas
  • Gesteigerte Konzentration
  • Verbesserte Lernleistungen
  • Bindung und Vertrauen aufbauen
  • Steigerung der Lernfreude/Motivation
  • Beruhigende und stressreduzierende Wirkungen
  • Förderung der sozialen Integration (Hund als „Eisbrecher“)
  • Steigerung der Empathie gegenüber Tieren

Aber wie sieht meine Arbeit nun konkret aus? Zu Beginn jeder Stunde muss der Hundedienst zunächst prüfen, ob alles „hundesicher“ ist. Dann darf ich erstmal alle Kinder begrüßen und mir Streicheleinheiten abholen. Anschließend darf ich meist den Rest der Stunde frei im Klassenraum herumlaufen und mir natürlich weitere Krauleinheiten abholen. Zwischendurch darf ich auch besondere Aufgaben machen, die zum Unterrichtsinhalt gehören (z.B. Mathematikaufgaben würfeln, Silben apportieren). So lernen die Kinder gemeinsam mit mir neue Sachen. Wenn ich in der Klasse bin, achten die Kinder pingelig darauf, dass bloß keine Papierschnipsel herumliegen oder lose, nicht eingeheftete Blätter im Tischkorb sind. Wenn doch – ich finde sie alle! Wenn ich in der Klasse bin, nehmen die Kinder immer besonders viel Rücksicht auf mich und mein feines Gehör. Sie arbeiten super leise und bewegen sich ruhig im Klassenraum. Dadurch können alle natürlich viel konzentrierter arbeiten. Beim Longieren und Mantrailing bin ich ein richtiger Profi, aber besonders viel Spaß machen mir Tricks. Ich kann nämlich schon richtig viele Tricks:

  • Sitz!
  • Platz!
  • Pfote!
  • Warte!
  • Nein!
  • Nimm!
  • High Five!
  • Dreh dich!
  • Männchen!
  • Rolle!
  • Würfeln!
  • Dreh das Rad (Glücksrad)!
  • Gib Laut!
  • Bett!
  • Fuß (Fuß mit der Pfote berühren)!
  • Stups (Hundenase stupst die Hand an)!
  • Slalom!
  • Durch (die Beine)!
  • Bring!
  • Kopf (auf den Beinen ablegen)!
  • Rum (um etwas herum gehen)!
  • Hopp!
  • Runter!
  • Parken (Sitz zwischen den Beinen)!
  • Peng! (in Übung)

Solltest du mich mal im Schulgebäude auf dem Weg in meinen Klassenraum oder mein Büro erwischen, sind diese Regeln super wichtig, damit ich mich wohl in der Schule fühle:

Hunderegeln im Schulgebäude

Einblicke in den Unterricht

Auf der Jagd nach Papierschnipseln und losen Blättern im Tischkorb – Ordnung muss sein!
Das ist mein Ruheplatz im Klassenraum.
Die Klasse arbeitet so ruhig, dass ich mir mal eine kleine Pause gönne.
Im Konrektorenbüro kann ich mich ebenfalls ausruhen.
Im Tagesplan ist Lennys Besuch in der Klasse aufgeführt. Heute besucht er die Klasse 4a in der 2. Stunde im Fach Mathematik.

Diensteschilder mit dem Hund als Symbol

Aufgaben des Hundedienstes

Türschild: Lenny ist da!

Lenny wird gemessen – Thema „Längen“ im Mathematikunterricht
Leiter oder Nicht-Leiter? Für das Thema „Strom“ im Sachunterricht kommt auch schon mal Lennys Spielzeug zum Einsatz.
Lenny leistet Schülern gern Gesellschaft beim Arbeiten auf dem Teppich – und döst dann auch mal…